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BATTUE NOTRE AMOUR


Drückjagd in Frankreich

Drückjagden gibt es an vielen Orten, doch nur in Frankreich wird sie mit solch einer Begeisterung gelebt. Über die Jahrhunderte ist hier eine vielfältige Jagdkultur entstanden – mit unterschiedlichen Gepflogenheiten und Ritualen. Wir haben für Sie eine Drückjagd im Elsass begleitet.

Wir beginnen den Tag mit einem guten Kaffee. Die Thermoskanne wird herumgereicht, fast jeder gönnt sich einen Becher. Die Stimmung ist „gespannt entspannt“, wie einer der insgesamt 30 Jäger launisch sagt, bevor wir uns im Kreis vor dem Jagdhaus aufstellen und dem Jagdleiter zuhören.

Abläufe, Zeiten und Freigaben werden bekannt gegeben, denn auch hier in Elsass-Mosel, im Nordosten Frankreichs, nahe der Grenze zu Deutschland, hat die Sicherheit bei der Jagd Vorrang. Das gilt vor allem für die Drückjagd, die Frankreichs Jäger lieben und die aufgrund der überbordenden Wildschweinpopulation dringend nötig ist.

Zu den wohl bekanntesten Gesetzen der „battue“ in dieser Gegend zählt die 30°-Regel. Diese schreibt die perfekte Ausrichtung der Jäger vor – fünf Schritte in Richtung des Nachbarn, dann drei Schritte gerade vorwärts – so wird der Winkel festgelegt. „Die Schüsse dürfen nur innerhalb dieser 30°-Zone abgegeben werden“, mahnt der Jagdleiter zur Disziplin. Ein wenig seltsam, aber es scheint zu funktionieren.

„DAS MITFÜHREN EINES HORNS IST BEI DER DRÜCKJAGD IN FRANKREICH ZWINGEND VORGESCHRIEBEN.“


JAGEN IN BESTER GESELLSCHAFT

In Frankreich werden 80 Prozent der jährlichen Wild-Strecke auf der Gesellschaftsjagd erlegt. Und Gesellschaftsjagd ist das treffende Wort, denn kaum eine Beschäftigung vereint so viele Menschen aus verschiedenen Schichten wie die Jagd. La chasse, une liberté: Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit – in knallig-orange Warnwesten gekleidet und mit einem einfachen Horn bewaffnet, um sich im Falle des Falles bemerkbar machen zu können.

Und dieses Instrument ertönt nun, ein langgezogener Laut, der signalisiert, dass wir uns auf den Weg machen. Wir teilen uns auf, jeder nimmt seinen Platz im Wald ein. Die Treibergruppe versucht, mit Hunden die Sauen aus dem Dickicht zu drücken. Das erste Hundegeläut lässt nicht lange auf sich warten und erfüllt die Drückjagdgruppe mit erwartungsfroher Spannung. Drei kurze Hornsignale geben uns Bescheid: Die Sauen sind auf den Läufen.

Unweit fallen zwei Schüsse, einen Augenblick später folgt ein weiterer. Dann zeigt sich auch bei uns ein Keiler – wie wir erst später sehen, mit beachtlichen Waffen –, der wütend durch den herbstlichen Wald bricht. Das günstige Schussfeld nutzend, schießt mein Nachbar und der Schwarzkittel rolliert.

Kurzes Durchatmen, denn das Krachen und das Hundegebell kündigen bereits die nächsten Stücke an. Bis zu zwei Stunden dauert das Treiben, dann wird das Ende mit drei langen Hornsignalen besiegelt. 


SCHWARZWILD UND ROTWEIN


Zufrieden versammeln wir uns wieder beim Jagdhaus und stehen im Kreis um die Beute: Wir zollen den acht erlegten Überläufern Respekt, davon zwei von sehr stattlicher Größe, jeweils etwa 85 kg schwer.

Allmählich weicht das Adrenalin. Aus der fremd zusammengewürfelten Gruppe wird schnell eine gesellige Runde, die sich an den aufgetischten Spezialitäten stärkt. Alle erzählen mit großen Gesten ihre Geschichten und dazu wird natürlich Rotwein gereicht – immerhin sind wir hier in Frankreich.

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JAGEN AUF SÜDFRANZÖSISCH


In Frankreich haben sich mehrere Jagdgebräuche durchgesetzt. Im Süden, etwa der Provence, werden bei der Drückjagd Posten entlang der Wildpassagen aufgestellt, und die Jäger überlassen den Laufhunden den Großteil der Arbeit. Diese Jagdvariante ist sehr zeitintensiv und dauert mehrere Stunden bzw. den ganzen Tag. Viele Jäger setzen dabei auf halbautomatische Jagdwaffen und Zieloptiken mit großem Sehfeld für einen schnellen Überblick über das rasante Geschehen.

Relativ neu ist die von Deutschland übernommene Ansitz-Drückjagd. Dabei wird ein sehr weites, manchmal sogar mehrere Hektar großes Gebiet bejagt. Die Jäger dürfen in diesem Fall auf die 30°-Regel verzichten, da die Schusslinie vom Hochsitz aus gesehen nach unten gerichtet ist.


VIER BESONDERE JAGDGEBIETE

NOTRE DAME WALD IN SUCY EN BRIE

Dieser Korridor, der zwei größere Wälder verbindet, ist nur 25 km von Pariser Stadtzentrum entfernt. In diesem Naherholungsgebiet befindet sich außerordentlich viel Schwarzwild.

PROVENCE

Die wachsende Schwarzwildpopulation bringt die Winzer vor Ort arg in Bedrängnis, deshalb gibt es auch hier regelmäßige Termine für Drückjagden.

SOLOGNE

In dieser im Herzen Frankreichs gelegenen Region finden in den Herbst- und Wintermonaten beinahe wöchentlich Treibjagden auf Schwarzwild statt.

ELSASS-MOSEL

Zwischen Mitte Oktober und Ende Januar werden ein bis zwei Drückjagden pro Monat abgehalten. Ansonsten wird hier auch Pirschjagd betrieben.

JAGD UND RECHT IN FRANKREICH

WAS SIE BEACHTEN MÜSSEN


Für die Jagd benötigen Sie eine gültige Jagdlizenz, die Sie auf chasseurdefrance.com erhalten. Ebenso müssen Sie immer eine Bestätigung der „Fédération Départementale des Chasseurs“ sowie Ihrer Haftpflichtversicherung mitführen. Zusätzlich sollten Sie an den Europäischen Feuerwaffenpass und – falls Sie mit Ihrem Hund jagen – an den EU-Heimtierausweis denken.

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